22Jan/18

Stadtbibliothek bietet E-Learning an

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Mitglieder der Stadtbibliothek in Ulm können auf über 2.000 Online-Kurse zugreifen. Von daheim oder in den Räumen der Bibliothek. Wer einen gültigen Bibliotheksausweis besitzt, kann das Angebot ohne weitere Kosten nutzen. Es umfasst Kurse von Anbietern wie Lecturio, Lynda.com , „Ich will Deutsch lernen“ und Rosetta Stone. Wenn ich es richtig verstehe, gab es 2016 bereits 100.000 Buchungen. Das sind die guten Nachrichten (siehe auch den Kommentar von Christine Liebhardt). Und man trifft auf sie immer häufiger („E-Learning – ein neues Angebot der Stadtbücherei“).

Die Kehrseite: Natürlich kosten diese Angebote. Die Anbieter schalten ihre Kurse nicht umsonst frei. In Ulm ist die Rede von Sondermitteln im Rahmen einer Online-Offensive und von einem Förderprogramm des Deutschen Bibliotheksverbands. Diese Mittel laufen irgendwann aus. Und dann?
swp.de, 17. Januar 2018

21Jan/18

Storytelling im Messenger

Quelle: Dotcom-Blog Autor: gibro

Passend zum letzten Post habe ich die App Tap genauer unter die Lupe genommen. Mit ihr können Geschichten im Messengerstyle erzählt werden, das heißt man blickt als Beobachtender auf eine Chat-Kommunikation, die man durch weiter klicken verfolgen kann. Es lassen sich so sehr private Einblicke konstruieren, die zum Beispiel eine Mobbing Erfahrung nacherzählen lassen. Im Verzeichnis von Tap lassen sich allerdings eher Horrorgeschichten finden. Die erzählweise eignet sich sehr gut solche subtilen Formate. Man bleibt Beobachtender einer sehr privaten Kommunikation.

Viele Begebenheiten, die uns heute zustoßen haben ihren Ausgangspunkt im Messenger gehabt, zumindest hat diese Form der Kommunikation das Telefongespräch zum Teil ersetzt. Mit der App Tap können diese Situationen sehr realitätsnah nachgestellt werden. Eigenheiten wie Smilies oder kurze oft missverständliche Antworten können hier gut nachvollzogen werden.

Diese Form des Geschichten erzählens stellt eine vollkommen neue Textgattung dar, die jedoch den Zeitgeist trifft und dabei helfen könnte Missverständnisse der digitalen Welt verstehen zu lernen.

Ich habe ein Video mit meinem Smartphone gemacht, dass die Funktion der App zeigt und erklärt:

19Jan/18

Mein Wochenausklang: Blended Learning 4.0

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Zwischen den Jahren kreuzte ein Artikel in der „Automobilwoche“ meinen Weg. Die Schlagzeile lautete „Kooperation mit Udacity: Audi macht Mitarbeiter fit für künstliche Intelligenz“. Das machte mich neugierig. Udacity war ja einer der ersten MOOC-Anbieter, bevor sich ihr Gründer Sebastian Thrun entschied, ganz auf die berufliche Weiterbildung und die Kooperation mit Unternehmen zu setzen. Und Audi war ja eines der gastgebenden Unternehmen im CL2025 MOOCathon letzten Sommer.

Im Artikel war dann zu lesen, dass Audi kürzlich eine Weiterbildungskampagne gestartet hat, um die eigenen Mitarbeiter*innen auf den strategischen Feldern Big Data und Künstliche Intelligenz fit zu machen. Und diese Kampagne mit Namen „data.camp“ setzt auf eine interessante Kombination von Online-Kursen eines externen Anbieters, eigenen Präsenzveranstaltungen und Tutoren aus den Audi-Fachbereichen.

Ich finde, dass hier ein neuer Weg beschritten wird. Er reicht zum einen über einfache Blended Learning-Konzepte hinaus, indem hier offensichtlich nicht nur ein Online-Modul einem bestehenden Präsenzformat vor- oder nachgeschaltet wird. Zum anderen wird hier richtig Zeit investiert. Die Rede ist von zehn Wochenstunden, für die die Teilnehmenden über die Laufzeit des Kurses freigestellt werden. Mit der Verbindung von Online und Präsenz und der Begleitung durch Tutoren will man sicherstellen, dass die Teilnehmenden am Ball bleiben und der fachliche Bezug zur Audi-Welt nicht verlorengeht.

Nun handelt es sich bei dem vorgestellten Programm offensichtlich um eine vom Unternehmen bzw. der Audi-Akademie gestartete Initiative. Aber wenn man erst einmal Online-Kurse wie die von Udacity auf dem Radar hat, könnte es ja weitergehen. Mitarbeiter*innen werden selbst initiativ und melden ihren Wunsch an, solche Kurse zu bearbeiten. Wer dann die Zustimmung des Vorgesetzten oder der Akademie hat, sucht auf der internen Bildungsbörse nach Gleichgesinnten, vor Ort oder an anderen Standorten. Die Lernerfahrungen mit den Kursanbietern oder Fragen zum Thema können ausgetauscht werden. Die erworbenen Nanodegrees werden im Profil der Mitarbeiter*innen festgehalten.

Ich vermute einfach mal, dass auf diesem Feld des selbstorganisierten Lernens schon einiges in dieser Richtung passiert. Aber von Unternehmen, die solche Aktivitäten offen unterstützen, hört man noch wenig. Aber Projekte wie das von Audi bereiten vielleicht den Weg.

Bildquelle: Andreas Fingas (Wikimedia, CC BY-SA 3.0 de)

19Jan/18

Prediction 5: The integration between work and learning will need to be seamless

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die HR Experten von Bersin by Deloitte haben am 15. Januar mit einer Reihe täglicher Trendartikel begonnen. Die fünfte Prognose bezieht sich unmittelbar auf Corporate Learning, wenn es heißt, dass die weitere Integration von Arbeiten und Lernen 2018 ins Zentrum vieler Lernstrategien und -aktivitäten rücken wird. Integration, das heisst für die Bersin-Autorin, „the focus shifts from programs and courses to creating a seamless experience for employees“. An drei Punkten kann diese Entwicklung festgemacht werden:

„1. New technology helps people learn as they work.“
Hier werden verschiedene neue Plattformen und Systeme genannt, „learning engagement platforms“, aber auch Plattformen, die nicht EdTech sind, aber auf das Lernen einzahlen.
„2. Learning organizations are getting better at using data.“
Big Data und Learning Analytics machen personalisiertes Lernen und die unmittelbare Verbindung von „learning and performance“ möglich. Vielleicht ist man in den USA schon weiter, aber aus heutiger Sicht ist das für die meisten Organisationen noch Zukunftsmusik.
„3. Learning organizations realize that learning and development can be its own reward.“
Hier geht es um exklusive Lern- und Entwicklungsangebote, um neue Mitarbeiter anzuziehen. Diese Trauben sind erreichbar …

Wie gesagt, der Beitrag bildet nur einen Ausschnitt der kommenden HR Agenda ab. Aber er nimmt die Digitalisierung als treibende Kraft in Unternehmen ernst und deutet an, was an Chancen oder Herausforderungen, je nach Perspektive, auf uns zukommt.
Dani Johnson, Bersin by Deloitte, 18. Januar 2018

Bildquelle: NordWood Themes (Unsplash)

19Jan/18

While You Were Sleeping

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Thomas L. Friedman hat uns vor einigen Jahren nicht nur eine Erklärung unseres globalen Miteinanders geschenkt („The World Is Flat“), er wirft ab und zu auch einen neugierigen Blick auf den Bildungsbereich („Come the Revolution“). In „While You Were Sleeping“ geht es um die Zukunft, um Quantencomputer, und wenn ich Thomas L. Friedman richtig verstehe, dann will er uns auf Großes vorbereiten, so groß, dass man die aktuellen Diskussionen um Künstliche Intelligenz und Algorithmen nur als Warmlaufen verstehen darf.

Natürlich werden diese Entwicklungen auch uns als Beteiligte und Betroffene einiges abverlangen. Hier wird jetzt Heather McGowan (www.futureislearning.com) zitiert:

„Therefore, education needs to shift “from education as a content transfer to learning as a continuous process where the focused outcome is the ability to learn and adapt with agency as opposed to the transactional action of acquiring a set skill,” said McGowan. “Instructors/teachers move from guiding and accessing that transfer process to providing social and emotional support to the individual as they move into the role of driving their own continuous learning.”

Thomas L. Friedman, The New York Times, 16. Januar 2018

Bildquelle: IBM Research (Flickr, CC BY-ND 2.0)

18Jan/18

Frontalunterricht oder agile Entwicklungswerte?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Werner Sauter nimmt eine aktuelle Schlagzeile zum Anlass, um über Agilität zu schreiben. Es geht ihm um Merkmale „agilen Lernens“ oder „agiler Entwicklung der Mitarbeiter“. Das liest sich, wenn ich das sagen darf, noch nicht „rund“, und ich meine dabei nicht nur den Begriff des „agilen Lernens“ selbst. Mein Zögern hängt vielmehr damit zusammen, dass in kontinuierlichen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen (lebenslanges Lernen) ja Agilität schon implizit angelegt ist. Zumindest in erfolgreich verlaufenden Veränderungsprozessen. Auch die Merkmale agiler Entwicklung, die Werner Sauter aufzählt, sind die gleichen Merkmale, die gestern noch das kompetenzorientierte Lernen in einer digitalisierten Arbeitswelt beschrieben haben. Das macht sie jedoch nicht weniger wichtig oder weniger richtig!
Werner Sauter, BlendedSolutions’s Blog, 14. Januar 2018

Bildquelle: Feliphe Schiarolli (Unsplash)

18Jan/18

Digital-VHS im Dschungel der Diskussionen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wir sind noch in der Startphase des neuen Jahres. In diese Zeit fallen Rück- und Ausblicke. Joachim Sucker hat unter dem Stichwort „Digital-VHS“ einige der laufenden Aktivitäten und Diskussionen zusammengestellt. Lernkompetenzen, Mitarbeiter-Kompetenzen, vhs-Cloud und neue Lernräume lauten seine Stichworte. Mein Eindruck: Es wird mehr, es geht voran, aber es bleibt viel zu tun. Das Thema hält halt nicht still …

Hier seine Zeilen über neue Lernräume in Zeiten der Digitalisierung:

„Noch etwas im Verborgenen wird über den dritten Ort gesprochen. Im Zuge kommunaler Kulturarbeit rückt die Kooperation zwischen Bibliotheken und Volkshochschulen in den Fokus kommunaler Gremien. An unterschiedlichen Orten werden neue Konzepte ausprobiert, wobei die Bibliotheken z.B. in Köln agile Bildungsarbeit integrieren. Aus VHS-Perspektive wird die Latte in Köln recht hoch gelegt. Dazu folgt auch noch ein Blogpost. Andernorts werden neue Bildungshäuser entstehen (Wolfsburg, Norderstedt), die diesen Gedanken aufnehmen. Ein Blick ins nahe Ausland (Kerkrade, Oslo etc.) kann für Inspiration sorgen und Volkshochschulen wichtige Impulse geben.“

Joachim Sucker, allesauszucker, 17. Januar 2018

Bildquelle: Chris Abney (Unsplash)